ADHS

Terminologie

In der Schweiz, bzw. im deutsch­spra­chi­gen Raum, wird die ADHS anhand des Inter­na­tio­na­len Klas­si­fi­ka­ti­ons­sys­tems psy­chi­scher Stö­run­gen (ICD) dia­gnos­ti­ziert. In diesem wird die ADHS unter den Ver­hal­tens- und emo­tio­na­len Stö­run­gen mit Beginn in der Kind­heit und Jugend ein­ge­ord­net und ist als soge­nannte Ein­fa­che Akti­vi­täts- und Auf­merk­sam­keits­stö­rung codiert. Der un­auf­merk­same Typus (ADS) ordnet das ICD unter den Sons­ti­gen näher bezeich­ne­ten Ver­hal­tens- und emo­tio­na­len Stö­run­gen mit Beginn in der Kind­heit und Jugend als Auf­merk­sam­keits­stö­rung ohne Hyper­ak­ti­vi­tät ein.

Die Abkür­zung ADHS steht für Auf­merk­sam­keits­de­fi­zit-/Hyper­ak­ti­vi­täts­stö­rung und stammt aus dem Dia­gnostic and Sta­tis­ti­cal Manual of Mental Dis­or­ders (DSM). Dieses wird vor allem in den USA zur Klas­si­fi­zie­rung psych­ia­tri­scher Er­kran­kun­gen ver­wen­det. Es beschreibt drei ver­schie­dene Erschei­nungs­bil­der der ADHS:

  • Vor­wie­gend unauf­merk­sa­mes Erscheinungs­bild
  • Vor­wie­gend hyper­ak­tiv-impul­si­ves Erscheinungs­bild
  • Kom­bi­nier­tes (gemisch­tes) Erscheinungs­bild

Die Abkür­zung «ADHS», in Eng­lisch ADHD ge­nannt, hat sich als Bezeich­nung der Ein­fa­chen Akti­vi­täts- und Auf­merk­sam­keits­stö­rung hier­zu­lande sowie inter­na­tio­nal eta­bliert.

Entstehung

Die Ätio­logie der ADHS wird nach aktu­el­lem wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­stand anhand eines multi­fak­to­ri­el­len bio­psycho­sozialen Entstehungs­modells be­schrie­ben. Die Ursa­che einer be­ste­hen­den ADHS kann daher nicht durch einen Faktor begrün­det werden.

Störungsbild

Die ADHS ist eine neu­ro­lo­gi­sche Ent­wick­lungs­stö­rung. Sie zählt zu den häu­figs­ten Stö­run­gen des Kindes- und Jugend­al­ters. Die ADHS wird durch das Vor­han­den­sein von drei Kar­di­nal­sym­pto­men be­schrie­ben:

  • Unauf­merk­sam­keit
  • Impul­si­vi­tät
  • Hyper­ak­ti­vi­tät

Die ADHS führt als psych­ia­tri­sche Erkran­kung zu ent­spre­chen­den Funktions­beein­trächtigungen und einem psych­ia­trisch rele­van­ten Lei­dens­druck.

Diagnose

Die Dia­gnose der ADHS wird durch qua­li­fi­zierte Fach­per­so­nen gestellt. Solche sind in der Schweiz im Regel­fall Psych­ia­te­rInnen, Psy­cho­the­ra­peu­tInnen und Päd­ia­te­rInnen. Der dia­gnos­ti­sche Pro­zess gestal­tet sich mul­ti­modal durch das Ein­ho­len stö­rungs­re­le­van­ter Infor­ma­tio­nen. Anhand dieser werden in der Gesamt­schau die Kri­te­rien beur­teilt. Für das Stel­len einer Dia­gnose müssen die Kri­te­rien in spe­zi­fi­scher Anzahl und Aus­prä­gung erfüllt sein. Diese sind durch die dia­gnos­ti­schen Manuale in expli­zi­ter Form defi­niert.

Therapie

Die inter­na­tio­na­len Leit­li­nien emp­feh­len bei der ADHS einen mul­ti­moda­len The­ra­pie­an­satz. Inner­halb dessen werden spe­zi­fi­sche The­ra­pie­for­men anhand ihrer Wirk­sam­keit ein­ge­ord­net und emp­foh­len. Ein indi­vi­du­el­les Behand­lungs­kon­zept wird gemein­sam durch eine Fach­per­son mit dem/der Pati­en­tIn anhand indi­vi­du­el­ler Sym­pto­ma­tik, Funk­ti­ons­ni­veau und Prä­fe­ren­zen fest­ge­legt.

Vivi Blum

In meinen Kursen ver­mittle ich evi­denz­ba­sierte und anwend­bare ADHS-stö­rungs­spe­zi­fi­sche Inhalte, welche klar zwi­schen fun­dier­tem Fach­wis­sen und ver­brei­te­ten Mythen dif­fe­ren­zie­ren.

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