ADHS
Terminologie
In der Schweiz, bzw. im deutschsprachigen Raum, wird die ADHS anhand des Internationalen Klassifikationssystems psychischer Störungen (ICD) diagnostiziert. In diesem wird die ADHS unter den Verhaltens- und emotionalen Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend eingeordnet und ist als sogenannte Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung codiert. Der unaufmerksame Typus (ADS) ordnet das ICD unter den Sonstigen näher bezeichneten Verhaltens- und emotionalen Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend als Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität ein.
Die Abkürzung ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit-/
- Vorwiegend unaufmerksames Erscheinungsbild
- Vorwiegend hyperaktiv-impulsives Erscheinungsbild
- Kombiniertes (gemischtes) Erscheinungsbild
Die Abkürzung «ADHS», in Englisch ADHD genannt, hat sich als Bezeichnung der Einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung hierzulande sowie international etabliert.
Entstehung
Die Ätiologie der ADHS wird nach aktuellem wissenschaftlichen Erkenntnisstand anhand eines multifaktoriellen biopsychosozialen Entstehungsmodells beschrieben. Die Ursache einer bestehenden ADHS kann daher nicht durch einen Faktor begründet werden.
Störungsbild
Die ADHS ist eine neurologische Entwicklungsstörung. Sie zählt zu den häufigsten Störungen des Kindes- und Jugendalters. Die ADHS wird durch das Vorhandensein von drei Kardinalsymptomen beschrieben:
- Unaufmerksamkeit
- Impulsivität
- Hyperaktivität
Die ADHS führt als psychiatrische Erkrankung zu entsprechenden Funktionsbeeinträchtigungen und einem psychiatrisch relevanten Leidensdruck.
Diagnose
Die Diagnose der ADHS wird durch qualifizierte Fachpersonen gestellt. Solche sind in der Schweiz im Regelfall PsychiaterInnen, PsychotherapeutInnen und PädiaterInnen. Der diagnostische Prozess gestaltet sich multimodal durch das Einholen störungsrelevanter Informationen. Anhand dieser werden in der Gesamtschau die Kriterien beurteilt. Für das Stellen einer Diagnose müssen die Kriterien in spezifischer Anzahl und Ausprägung erfüllt sein. Diese sind durch die diagnostischen Manuale in expliziter Form definiert.
Therapie
Die internationalen Leitlinien empfehlen bei der ADHS einen multimodalen Therapieansatz. Innerhalb dessen werden spezifische Therapieformen anhand ihrer Wirksamkeit eingeordnet und empfohlen. Ein individuelles Behandlungskonzept wird gemeinsam durch eine Fachperson mit dem/der PatientIn anhand individueller Symptomatik, Funktionsniveau und Präferenzen festgelegt.
In meinen Kursen vermittle ich evidenzbasierte und anwendbare ADHS-störungsspezifische Inhalte, welche klar zwischen fundiertem Fachwissen und verbreiteten Mythen differenzieren.
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